Profile junger Menschen mit Fluchtgeschichte

Ein Auszug aus der Veröffentlichung "Junge Menschen mit Fluchtgeschichte in den Hilfen zur Erziehung"  (2020)

 

Um retrospektive Einschätzungen direkt von jungen Menschen mit Fluchtgeschichte, die als unbegleitete geflüchtete Minderjährige (sog. umA) in der stationären Erziehungshilfe betreut wurden, einzuholen, hat die Servicestelle junge Geflüchtete sechs leitfadengestützte, teilstandardisierte Interviews geführt.

Maßgeblich für die Fallauswahl war, dass sowohl die jungen Menschen selbst, als auch die (ehemaligen) Fachkräfte zu der Einschätzung kamen, es handle sich um einen gelungenen Unterstützungsverlauf im Rahmen der Erziehungshilfe und der Übergang in ein eigenständiges Leben konnte absolviert werden. Dies war insbesondere relevant, da der Fokus der vorliegenden Expertise auf Gelingensbedingungen in der Ausgestaltung von Unterstützungsstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe für junge Menschen mit Fluchtgeschichte liegen sollte.

Die jungen Menschen waren zum Zeitpunkt des Interviews zwischen 19 und 21 Jahre alt, sind minderjährig und unbegleitet nach einer Flucht nach Deutschland eingereist, haben einige Zeit in einer vollstationären Erziehungshilfe verbracht, den Auszug in eine eigene Wohnung oder Wohngemeinschaft vollzogen und erhalten maximal noch mit einem geringen Umfang an Fachleistungsstunden Unterstützung im Rahmen ambulanter Erziehungshilfen. Sie kommen aus vier verschiedenen Ländern (Afghanistan, Syrien, Somalia, Sierra Leone) und verfügen bereits zum Teil über eine Aufenthaltsgenehmigung. Die geführten Interviews wurden vollständig transkribiert und zunächst inhaltsanalytisch ausgewertet. Darüber hinaus wurden für alle Interviewten Portraitierungen angefertigt, um einen direkten Einblick in ihre Lebenswelten zu gewähren. 

Die Erlebnisberichte der jungen Menschen mit Fluchtgeschichte können Sie hier einsehen!

Abdi aus Somalia

Jawed aus Afghanistan

Omar aus Syrien

Umar aus Sierra Leone

Reza aus Afghanistan

Sherwan aus Syrien